Stringtheorie, Loop-Theorie, Elementarteilchen, Physik, Universum, Alexander Unzicker

DIE STRINGTHEORIE: EIN MENÜ OHNE PREISANGABE

Ein Premium-Black-Angus-Steak bestellen, einen neuen Ferrari zu Weihnachten kaufen, eine Weltraumreise buchen – das klingt in der Theorie ganz gut. Wenn da nicht der Preis wäre.

Jeder, der ein bisschen Menschenverstand besitzt, weiß: Um eine Sache zu bewerten, ist die Kenntnis der Zahlen unabdingbar. Eine Relation, die manche Wissenschaftler wohl außer Acht lassen.

Denn Theorien, die ohne messbaren Zahlenwert präsentiert werden, sind einfach nicht glaubhaft! Die Wissenschaftler überprüfen diese Theorien sonst im Experiment nie konkret – und bei jedem Misserfolg stehen Ausflüchte offen.

Ein neues Elementarteilchen ohne Vorhersage der Masse sollten Sie sich also von einem Theoretiker ebenso wenig servieren lassen wie ein exquisites Menü ohne Preisangabe.

Lassen Sie sich nicht alles auftischen!

Denn was Ihnen der Kellner mit der Stringtheorie auftischen möchte, hat eigentlich nichts mit Physik zu tun. Diese Wissenschaft basiert nun mal auf Messen. Sie sollten ausrechnen können, wieviel ein Glas Wein und ein Steak am Ende kosten.

Bezeichnend ist zum Beispiel, dass die Stringtheorie in einem anerkannten Lehrbuch der Elementarteilchenphysik mit ganzen vier Zeilen erwähnt wird – in den vergangenen dreißig Jahren wurde eben kein einziges Problem durch diese Gedankenspielchen auch nur ansatzweise gelöst. Dennoch bleibt öffentlicher Widerspruch selten, und selbst die erklärten Gegner der Stringtheorie scheinen sich mit ihr zu arrangieren.

So hat etwa Lee Smolin, dessen Buch „Die Zukunft der Physik“ an Kritik nichts zu wünschen übrig lässt, inzwischen einen furchtsam anmutenden Relativierungsbrief auf seine Homepage gestellt und forscht einträchtig mit einer Reihe von Stringtheoretikern am Perimeter-Institut, dem Aushängeschild der Theoretischen Physik in Kanada.

Loop Quantum Gravity schmeckt wie Stringtheorie …

Manche Physiker möchte man fragen, ob sie als Arzt in einer Klinik arbeiten würden, die auch Handleser und Geistheiler beschäftigt. Sicher ist nur, dass die Physik – sie ist der Patient – nicht gefragt wird. Smolins eigenes Fachgebiet, die Loop quantum gravity oder „Schleifenquantengravitation“, ist übrigens ebenso abgehoben wie die Stringtheorie, und ihre Vorhersagen sind reine Feigenblätter jenseits aller experimentellen Überprüfbarkeit.

Insofern war das oft in Szene gesetzte Duell zwischen Strings und Loops immer schon uninteressant – wissenschaftlich sind beide nicht satisfaktionsfähig. Daher tendiert man in den deutschen Filialen der transatlantischen Trendsetter neuerdings wieder zum Konsens: Die Schleifenquantengravitation wird von Stringtheoretikern als „ernst zu nehmende Konkurrentin“ gewürdigt, während sich Vertreter der Loops mit der Idee anbiedern, die Ansätze müssten vielleicht eines Tages vereint werden.

Was würde Einstein sagen?

Gegenseitige Gastaufenthalte an den Hohepriester-Instituten in den USA begründen dabei wissenschaftliche Laufbahnen, deren Sahnehäubchen darin bestehen, von einem Nobelpreisträger öffentlich beim Vornamen gerufen zu werden.

Mit den Messproblemen aber, die Albert Einstein, Erwin Schrödinger und Paul Dirac bewegten, haben Stringtheorie und Loop quantum gravity nicht das Geringste zu tun.

Vielleicht zählen Lee Smolin und die anderen Theoretiker ja zu den Glücklichen, die überhaupt nie auf den Preis, also das Messbare, schauen müssen. Auch nicht bei Premium-Black-Angus-Steaks.

44 Gedanken zu „DIE STRINGTHEORIE: EIN MENÜ OHNE PREISANGABE“

  1. Ohne Preisangabe keine Bestellung. Vollkommen richtig! Applaus, Applaus!
    Nut: Beim Elementarteilchen reicht es nicht, nut seine Masse anzugeben.
    Es muss auch noch sein Radius und seine Spinkreisfrequenz angegeben werden.
    Radius und Spinkreisfrequenz sind wichtige Kenngrößen des Elementarteilchens. Und diese Größen müssen ungleich Null sein.
    Punktteilchen und Punktladungen gibt es nämlich nicht, auch wenn Physiker das behaupten.
    Was Einstein dazu gesagt hätte?
    Einstein hätte dazu gesagt, dass das nicht nut der wahre Jakob, sondern überhaupt kein Jakob wäre.
    Einstein würde sich aber sowas von im Grab umdrehen, wenn er nicht schon tot wäre, würde er wohl ob Stringtheorie und Loop-gravity an akutem Herzinfarkt oder heftigstem Schlaganfall sterben!

  2. Die Bestimmungsgrößen eines jeden Elementarteilchens sind:
    Seine Masse, sein Radius und seine Spinkreisfrequenz.
    Ja, Sie haben richtig gelesen: Seine Spinkreisfrequenz!
    Die Spinkreisfrequenz ist eine Größe, die man in der Physik offenbar nicht kennt!
    In der Physik kennt man nur den Begriff „Spin“ und damit ist der Drehimpuls – der Eigendrehimpuls – des Elementarteilchens gemeint.
    Es ist schon sehr merkwürdig, dass man in der Physik nur den Drehimpuls kennt und von der dazugehörigen Kreisfrequenz nichts weiß, bzw. nichts wissen will, finden Sie nicht?

  3. Die Ignorierung der Spinkreisfrequenz ist wohl auch das Werk der Väter der Quantenmechanik.
    Den Spin haben sie uns gelassen.
    Nur: Sie bezeichnen den „Spin“ nicht mehr als „Drehimpuls“.
    – Obwohl er die Einheit des Drehimpulses hat.
    Außerdem hat der „Spin“ ja auch – und zwar offiziell in der Quantenmechanik – etwas mit „Drehung“ zu tun.
    Nur bekommt man im Quantenmechanik-Unterricht die Auflage, den „Spin“ nicht mehr mit „Drehung eines Körpers“ assoziieren zu dürfen.
    Also was denn nun: „Spin“ ist „Drehung“, oder nicht? Und wenn nicht, was denn dann?
    Die Definition der Quantenmechanik von „Spin“ lautet:
    „Spin“ ist „Drehung“, die man sich aber nicht als „Drehung“ vorstellen darf. Alles klar, haben Sie verstanden?
    Nein, haben Sie nicht verstanden?
    In diesem Fall dürfen Sie als Student bloß nicht den Fehler machen, noch einmal nachzufragen!
    Wenn Sie das tun, werden Sie in die dumme Ecke gestellt und laufen Gefahr, aus der Studiengemeinschaft ausgeschlossen zu werden.
    Bei dem Quantenmechanik-Professor ernten Sie dafür jedenfalls ganz schlechte Karten, wetten dass?

  4. In der Quantenmechanik wird die ehrwürdige Größe des „Drehimpulses“ kurzerhand in „Wirkung“ umbenannt. Was ist eigentlich gegen das „Planck’sche Drehimpulsquantum“ einzuwenden?
    Das würde die Welt des Mikrokosmos jedenfalls schon viel verständlicher machen!

    1. Guten Tag [Herr Büttgen],
      Der quantenmechanische Spin „existiert“ spätestens seit 1930 betrachtungsinkonsistent und ohne „Spin-Phänomenologie“ rein mathematisch, siehe exemplarisch:

      Kapitel 10.2 Diracsche Elektronentheorie 1928 Seite 10006 Zitat …“Denn der neue Drehimpuls hat mit dem, was man sich unter diesem Namen als mechanische Größe vorstellen kann, nichts mehr gemein. Er entsteht aus keiner Bewegung, sondern aus dem Zusammenwirken eines räumlichen Vektors mit den Dirac-Matrizen in dem Raum ihrer vier abstrakten Dimensionen.“…

      Quelle: http://www.iup.uni-bremen.de/~bleck/lecture_notes/KT-15Kap.pdf/Kap-10-Elektron_Positron_Leptonen.pdf

      Mit anderen Worten: Die Quantenmechanik (QM) „arbeitet“ oft in Illustrationen und semantischen Ausführungen mit einer falschen Suggestion mittels des Begriffes Spin (Eigenrotation), doch der assoziierte QM-Formalismus beschreibt keine solche realphysikalische Rotation.

      „Einfach“ ausgedrückt: Der quantenmechanische Spin hat nichts mit einer Rotation zu tun und ist sozusagen nichts weiter als eine notwendige aber vollkommen unbegründete (sprich ohne realphysikalische Anschauung) Quantenzahl, die im Rahmen der herrschenden Physik rein mathematisch generiert wird (vierkomponentiges Dirac-Spinorfeld mit vier Dirac-Matrizen).

      Hintergrund: Mit dem Ziel, eine in sich konsistente relativistische Wellenmechanik zu konstruieren, stellte Dirac nach dem Vorbild der nichtrelativistischen Schrödinger-Gleichung eine relativistische Wellengleichung auf, die die Zeitableitung nur in erster Ordnung enthält. Aus Gründen der Lorentz-Symmetrie mussten auch die Ortsableitungen in erster Ordnung in die Gleichung eingehen. Es zeigte sich, daß dies nur mit einem vierkomponentigen Dirac-Spinorfeld mit der Hilfe von vier Dirac-Matrizen möglich war.

      Soweit.

      Sonnige Grüsse,
      Dirk Freyling

  5. Hallo Herr Freyling,

    genau das ist ja das Problem, dass man in der Quantenmechanik die Drehung beim Spin ignoriert. Die Drehung nicht als solche wahrnehmen zu wollen, wundert es einen dann noch, dass dieser Irrsinn das Ende der Wissenschaft „Physik“ bedeutet?
    Sehr geehrter Herr Freyling, gestatten Sie mir bitte die folgende Frage:
    Sind Sie vielleicht Quantenmechanik-Professor von Beruf?

    Gleichfalls sonnige Grüße,
    Arthur Büttgen

  6. Hallo Herr Büttgen,
    …nein. Ich bin u.a. gelernter Chemielaborant und habe Mitte der 1980er Jahre Physik studiert und während der Diplomarbeit (im Bereich Konversionselektronen-Mößbauerspektroskopie) mein Studium aus diversen Gründen selbstmotiviert abgebrochen. Seit 2012 befasse ich mich nach langer Zeit wieder sehr intensiv mit theoretischen Grundlagen. Wenn Sie mehr über meine aktuellen Ansichten und Ausführungen zur Standardmodellphysik wissen möchten, finden Sie exemplarisch Online-Veröffentlichungen in der Linkfolge, beispielsweise bei Eingabe des Suchbegriffes „Protonenradius“. Folgen Sie dort den meist suchmaschinen-ersten Einträgen Protonenradius-Elementarkörpertheorie oder googlen Sie einfach Dirk Freyling.

    Sonnige Grüsse,
    Dirk Freyling

  7. Guten Tag [Herr Büttgen],
    Der quantenmechanische Spin „existiert“ spätestens seit 1930 betrachtungsinkonsistent und ohne „Spin-Phänomenologie“ rein mathematisch, siehe exemplarisch:

    Genau hier – im Jahr 1930 – sind wir an einem der Punkte, wo die Physik in die Irre gegangen ist:
    Kein Spin, auch nicht der quantenmechanische Spin kann „betrachtungsinkonsistent“ und ohne „Spin-Phänomenologie“ „rein mathematisch“ existieren. Eine „rein mathematische“ Annahme bedeutet, die Physik zu ignorieren und das bedeutet dann das Ende von Physik. Nach dem Motto: Bis hierhin „Physik“ und ab dann nur noch „Mathematik“? So funktioniert das nicht!

    Kapitel 10.2 Diracsche Elektronentheorie 1928 Seite 10006 Zitat …“Denn der neue Drehimpuls hat mit dem, was man sich unter diesem Namen als mechanische Größe vorstellen kann, nichts mehr gemein. Er entsteht aus keiner Bewegung, sondern aus dem Zusammenwirken eines räumlichen Vektors mit den Dirac-Matrizen in dem Raum ihrer vier abstrakten Dimensionen.“…

    Quelle: http://www.iup.uni-bremen.de/~bleck/lecture_notes/KT-15Kap.pdf/Kap-10-Elektron_Positron_Leptonen.pdf

    Welche Quelle hier auch immer angegeben ist, könnte es nicht sein, dass die „Diracsche Elektronentheorie 1928“ schlichtweg falsch ist, diese Möglichkeit schließen Sie aus?
    Die Wahrheit ist: Es gibt keinen „neuen“ Drehimpuls. In der Physik gibt es nur einen einzigen Drehimpuls und der ist nunmal Massenträgheitsmoment mal Winkelgeschwindigkeit. Beim Elementarteilchen lässt sich dessen (Eigen-)-Drehimpuls berechnen aus dem Produkt aus dessen (Eigen-)-Massenträgheitsmoment und dessen (Eigen-)-Kreisfrequenz (Spinkreisfrequenz).
    Natürlich hat auch der Spin-Drehimpuls mit dem, was man sich unter diesem Namen als mechanische Größe vorstellen kann, alles gemein. Der Spin-Drehimpuls ist nämlich ein „ganz normaler“ Drehimpuls und nichts anderes.

    Er entsteht aus keiner Bewegung,

    Natürlich entsteht er aus einer Bewegung – und zwar der Bewegung der Eigenrotation.

    sondern aus dem Zusammenwirken eines räumlichen Vektors mit den Dirac-Matrizen in dem Raum ihrer vier abstrakten Dimensionen.“…

    Das hier hat mit „Physik“ nichts mehr zu tun, das ist nicht einmal meht „Mathematik“, das mutet an wie eine Art „Esoterik“.

    Mit anderen Worten: Die Quantenmechanik (QM) „arbeitet“ oft in Illustrationen und semantischen Ausführungen mit einer falschen Suggestion mittels des Begriffes Spin (Eigenrotation), doch der assoziierte QM-Formalismus beschreibt keine solche realphysikalische Rotation.

    Sie glauben, mit anderen Worten etwas verbessern zu können? Die Quantenmechanik (QM) „arbeitet“ oft in Illustrationen? und semantischen Ausführungen? mit einer falschen Suggestion?

    Das soll was mit Physik zu tun haben? Die Physik „arbeitet“ nicht mit „Illustrationen“ und „semantischen Ausführungen“.
    Und „falsche Suggestion“?
    „Falsche Suggestion“ ist es, wenn man den Spin als rein mathematische Erscheinung erklärt, die physikalische Gegebenheit der Eigenrotation ignoriert und damit die Physik leugnet.
    Der Spin bzw. die Eigenrotation des Elementarteilchens ist physikalische Gegebenheit, genauso, wie es nur sich drehende Planeten und Himmelskörper gibt. Ohne Eigendrehung würden alle Körper dieses Universums zerfallen, könnten nicht existieren.

    mittels des Begriffes Spin (Eigenrotation), doch der assoziierte QM-Formalismus beschreibt keine solche realphysikalische Rotation.

    Zum Teufel mit dem „assoziierten QM-Formalismus“, wenn er keine „solche realphysikalische Rotation“ beschreibt.

    „Einfach“ ausgedrückt:

    (Anmerkung): Gut, dass Sie versuchen, sich auch „einfach auszudrücken“. Damit geben Sie immerhin zu, dass Ihnen bewusst ist, dass das Bisherige – sagen wir mal – Verständnisdefizite enthält.

    Der quantenmechanische Spin hat nichts mit einer Rotation zu tun und ist sozusagen nichts weiter als eine notwendige aber vollkommen unbegründete (sprich ohne realphysikalische Anschauung) Quantenzahl, die im Rahmen der herrschenden Physik rein mathematisch generiert wird (vierkomponentiges Dirac-Spinorfeld mit vier Dirac-Matrizen).

    Jetzt wiederholen Sie sich (siehe oben). Mit „Fachausdrücken“ wie „vierkomponentiges Dirac-Spinorfeld“ „mit vier Dirac-Matrizen“, indem Sie „Dirac“ davorsetzen, können Sie denjenigen beeindrucken, der will.
    Paul Dirac war nur ein Suchender, der – wie alle anderen auch – im Dunkeln tappte und versuchte, durch Eigenkonstruktionen die Atomphysik in den Griff zu bekommen. Leider waren seine Versuche nicht erfolgreich.

    Hintergrund: Mit dem Ziel, eine in sich konsistente relativistische Wellenmechanik zu konstruieren,

    Wenn man zwischen „relativistisch“ und „nichtrelativistisch“ unterscheidet, zeigt man damit, dass man etwas noch nicht verstanden hat. Es gibt nämlich nur eine Natur und diese ist nicht zweigeteilt in „relativistisch“ und „nichtrelativistisch“. Doch das ist ein eigenes Kapitel…

    stellte Dirac nach dem Vorbild der nichtrelativistischen Schrödinger-Gleichung

    wie ich bereits in einem meiner vorherigen Beiträge darlegte, ist die Schrödinger-Gleichung – ob „relativistisch“ oder „nichtrelativistisch“ sowieso Mumpitz. Nicht die „Schrödinger-Gleichung“ (die ist wie gewollt, aber nicht gekonnt), sondern die „Helmholtz-Gleichung“ – kennen Sie diese? – ist diejenige Gleichung, die die Wellennatur des Elektrons beschreibt. Verstehen Sie? Ich wiederhole:

    Die Helmholtz-Gleichung/en, die aus den Maxwellschen Gleichungen hervorgeht/en, beschreiben die Wellennatur des Elektrons.

    eine relativistische Wellengleichung auf,

    Es gibt keine „relativistische Wellengleichung“! Es gibt die Helmholtz-Gleichungen, die die Wellennatur des Elementarteilchens beschreiben und es gibt den allgemeinen Doppler-Effekt (bewegter Sender plus bewegter Empfänger). Bewegt sich ein Elementarteilchen nun mit einer bestimmten Geschwindigkeit gegenüber einem Beobachter, ändert sich die Frequenz und Wellenlänge dieses Elementarteilchens scheinbar gemäß der Gesetzmäßigkeit des Doppler-Effekts. Die Wellennatur des Elementarteilchens bleibt jedoch unverändert, also auch die entsprechende Wellengleichung. Doch das ist auch wieder ein anderes Kapitel…

    die die Zeitableitung nur in erster Ordnung enthält.

    Die Helmholtz-Gleichung enthält die Zeitableitung in zweiter Ordnung (der sogenannte Laplace-Operator)

    Aus Gründen der Lorentz-Symmetrie mussten auch die Ortsableitungen in erster Ordnung in die Gleichung eingehen.

    Die Lorentz-Symmetrie spielt beim Spin des Elementarteilchens keine Rolle. Wohl aber die Lorenz-Eichung. (Wohlgemerkt: Lorenz mit „z“ und nicht mit „tz“). Die Lorenz-Eichung beschreibt den Zusammenhang zwischen Potential- und Vektorpotentialfunktion des Elementarteilchens.

    Es zeigte sich, daß dies nur mit einem vierkomponentigen Dirac-Spinorfeld mit der Hilfe von vier Dirac-Matrizen möglich war.

    Wie gesagt, Diracs Versuche, die Physik der Elementarteilchen in den Griff zu bekommen, in Ehren. Leider waren seine Versuche nicht von Erfolg gekrönt. Und dies aus dem einfachen Grunde:
    Paul Dirac hat – im wahrsten Sinne des Wortes – die Rechnung ohne den Wirt gemacht. Und der Wirt lautet:

    Die Maxwellschen Gleichungen bzw. genauer:
    Die Helmholtz-Gleichung(en).

    Fazit:
    Wer wirklich fundamentale Physik betreiben möchte, kommt an den Helmholtz-Gleichungen bzw. deren Lösungen nicht vorbei.
    Wichtiger Hinweis: Es muss jedoch von einer retardierten Raumladungsverteilung ausgegangen werden. Mit einer Punktladungsverteilung (Greensche Methode) kommt man nicht weit.
    Punktladungen bzw. Punktteilchen gibt es in der Natur (Physik)
    nicht.
    Mit der Annahme von Punktladungen bzw. Punktteilchen hat die Physik bereits seit Einstein (oder bereits seit Planck?) Schiffbruch erlitten.
    Jedes Elementarteilchen hat außer seiner Masse und seiner Spinkreisfrequenz einen ganz bestimmten Radius.
    Bei beiden Größen: Radius und Spinkreisfrequenz handelt es sich um absolute Naturkonstanten. Die Masse ist keine Naturkonstante, sie lässt sich mit Elementarladung, Radius und Spinkreisfrequenz berechnen.
    Die Masse hat die Einheit: VAs³/m²

  8. Herr Büttgen,
    ich verstehe zwar Ihre Frustration zum Thema QM, empfehle Ihnen aber weniger Emotionen.
    Sie verwechseln und vermischen Aussagen der QM mit meinen Ausführungen zu diesem Thema.
    Was ich über die Entwicklungen der Theoretischen Grundlagenphysik der vergangenen 100 Jahre und der Gegenwart denke, habe ich an anderer Stelle – mit Fokus auf analytische Zusammenhänge und rational logische Argumentationen – teils sehr ausführlich dargelegt. Nur diese Ausführungen gehören, so wie Ihre Ansichten, aus vielerlei Gründen (Höflichkeit, Thementreue) nicht in ein Kommentarfeld auf Herrn Unzickers Blog.

    Fragmentarisch nur soviel:
    …Die spezielle Relativitätstheorie knüpft zwar an das physikalische Experiment von Michelson & Morley an, beruht aber lediglich auf dessen mathematischer Deutung durch Lorentz. Die Relativierung der Zeit ist physikalisch nicht begründet, sondern nur das Ergebnis einer mathematischen Annahme. In dem Zusammenhang sind plakative Fragen… ob Spezielle Relativitätstheorie (SRT) und Allgemeine Relativitätstheorie (ART), Quantenmechanik (QM) und allgemein Quantenfeldtheorie(n) (QFTs) als Denkmodelle „richtig“ oder „falsch“ sind, irrelevant. Denn die Frage müsste im Einzelfall lauten, inwieweit ein Denkmodell erkenntnistheoretisch wertvolle Antworten geben kann. Wenn wir über SRT, ART, QM und QFTs „reden“, dann reden wir bei genauer Sicht ausschließlich über mathematische Konzepte und im „Kern“ über axiomatische Randbedingungen. Es ist sinnleer ein axiomatisch begründetes Konzept in Frage zu stellen. Die fundamentalen Probleme der Standardmodelle kommen u.a. mit den theoriebedingten Näherungen und Idealisierungen, sowie inkonsistenten Erweiterungen und willkürlichen Zusatzannahmen. Keines dieser Denkmodelle liefert näherungsfreie Lösungen zur Materiebildung. SRT, ART, QM und QFTs sind nicht korrespondierend und auf Grund der postulierten theoretischen Implikationen wortwörtlich unvereinbar.

    Die Ansprüche an »erkenntnistheoretische Verbindlichkeiten« müssen so hoch wie möglich sein. Es geht nicht um die sinnlose Frage, was (physikalische) Wahrheit ist, denn ein Denkmodell ist eben nur ein Denkmodell. Es geht aber sehr wohl um die ehrliche Frage, inwieweit ein gegenwärtiges Modell, beispielsweise zur Materiebildung, minimalistisch ist und zugleich eindeutige Lösungen liefert. Diese Frage ist stets beantwortbar.

    …Rotation makroskopischer Vielteilchensysteme
    Die makroskopische Eigendrehung starrer Körper ist im Rahmen der klassischen Physik plausibel nachvollziehbar. Kosmologisch kann es – bedingt durch den Entstehungsprozess beliebiger „Vielteilchenkörper“ mit konkreten Anfangsimpulsen – unter Einwirkung der Gravitation bei genauer Betrachtung keine rotationsfreien „Gebilde“ geben. Des Weiteren sollte klar sein, daß elliptische Himmelskörperbahnen bereits bestehender Objekte durch Anfangsimpulse festgelegt sind. Reale Kreisbahnen sind praktisch ausgeschlossen. Aber eine „Analogie“, respektive Projektion auf mikroskopische Prozesse wechselwirkender (Einkörper-)Entitäten ist aus verschiedenen Gründen jedoch „sehr diskussionswürdig“.

    …Eigenrotation und quantenmechanischer Spin
    Ein statistisch in alle Raumrichtungen verteilte Rotationsachse würde auch im Mittel nicht zu einer Quantisierung (Richtungsquantelung) führen.

    (Alternative) Aussagen zum quantenmechanischen Spin zu machen sind eine äußerst undankbare Aufgabe, da die herrschende Physik seit Ende der 1920er Jahre keine Bemühung mehr unternommen hat, den Spin phänomenologisch, sprich denkmodell-anschaulich zu beschreiben. Wolfgang Pauli schlug 1924 vor, einen »quantenmechanischen Freiheitsgrad« für das Elektron einzuführen, der zwei Werte annehmen kann, um die Emissionsspektren von Alkalimetallen beschreiben zu können. Ralph Kronig (1904 – 1995), ein Assistent Alfred Landés, schlug 1925 vor, dieser unbekannte Freiheitsgrad werde von der Eigenrotation des Elektrons hervorgerufen. Aufgrund der Kritik Paulis an dieser Idee blieb Kronigs Vorschlag unveröffentlicht. Ebenfalls 1925 postulierten Samuel Abraham Goudsmit und George Eugene Uhlenbeck den Elektronenspin zur Erklärung der Linienaufspaltung in den Spektren sowie des anomalen Zeeman-Effekts. Im Jahre 1927 formulierte Pauli einen Formalismus für den quantenmechanischen Spin des Elektrons. Mit Hilfe der Pauli-Matrizen konnte er Elektronen-Wellenfunktionen als 2-komponentige Spinoren darstellen. 1928 stellte Paul Dirac eine relativistische Bewegungsgleichung für das Elektron auf. Die nach ihm benannte Dirac-Gleichung beschreibt u.a. den halbzahligen quantenmechanischen Spin.

    Bevor Sie hier (wieder) „etwas“ mißverstehen, meine plakative Ansicht zum Thema: In all diesen rein mathematischen Beschreibungen existiert keine phänomenologische Grundlage, die sich an Realobjekte orientiert. Allgemeiner formuliert: Die Standardmodelle der Teilchenphysik und Kosmologie gehören aus vielerlei rational logischen Gründen nicht zum Kreis erkenntnistheoretisch wertvoller Denkmodelle.

    Soweit.
    Dirk Freyling

  9. Es ist wirklich schlimm, wie man in den 30er Jahren des letzten vergangenen Jahrhunderts bei der Einführung der Atom- und Elementarteilchenphysik Probleme schlicht ignoriert hat. Erwin Schrödingers Spruch: „Ist das Problem erst mit einer Ausrede beseitigt, entfällt auch die Notwendigkeit, darüber nachzudenken.“
    hat nicht nur Schrödinger selber zu seinem Leitprinzip gemacht, sondern offensichtlich auch Paul Dirac.
    Schrödingers Spruch ist damals Programm für die gesamte Physik geworden.
    Der größte Skandal jedoch besteht darin, dass man heute, etwa 100 Jahre nach den Anfängen der Quantenmechanik, nach Einstein, Schrödinger, Dirac, de Broglie, Heisenberg, … und wie sie alle heißen, immer noch nichts gelernt hat und es immer noch nicht besser weiß.

  10. „Spin“ bedeutet „Eigendrehung“. Und „Eigendrehung“ bedeutet „Eigenkreisfrequenz“. So funktioniert Physik. Eigentlich ziemlich einfach, finden Sie nicht?
    Nur, wenn man diesen einfachen Sachverhalt akzeptiert, kann man weiterdenken. Die nächste Frage, die sich dann auftut, lautet:
    Was dreht sich hier beim Elementarteilchen?
    Das ist die Frage nach dem „Material“ des Teilchens, also woraus besteht das Elementarteilchen, wenn es sich nicht um eine „feste“ „Billardkugel“ handelt?
    Die Antwort lautet:
    Das Elementarteilchen besteht aus einem elektromagnetischen Feld. Da sich dieses permanent dreht, handelt es sich also um ein elektromagnetisches Wirbelfeld.

    Peter Higgs hat sich die Frage gestellt: „Wie erhalten Teilchen Masse?“
    Die Antwort lautet: Durch ihren Spin, ihre Eigendrehung.

    Nur ein elektromagnetisches Feld, was sich dreht, also ein elektromagnetisches Wirbelfeld, erhält Masse.
    Und nur hierfür, für das elektromagnetische Wirbelfeld des Elementarteilchens, ist die Formel E=mc² anwendbar, die Einstein zugeordnet wird, obwohl der Wiener Physiker Friedrich Hasenöhrl bereits vor Einstein diese Formel der „elektromagnetischen Masse“ veröffentlicht hatte. Hier der Auszug aus „Die Formel des Friedrich Hasenöhrl“ (siehe auch folgender Link):

    http://diepresse.com/home/spectrum/zeichenderzeit/4673831/Die-Formel-des-Friedrich-Hasenoehrl

    „Doch nur die wenigsten, Physiker und Wissenschaftshistoriker ausgenommen, wissen, dass bereits ein Jahr zuvor der Wiener Physiker Friedrich Hasenöhrl eine ganz ähnliche Formel veröffentlicht hatte. Sein Pech war, dass er sie nicht so allgemeingültig wie später Einstein formulierte, sondern sie nur auf einen Spezialfall bezog, auf in einem Hohlraum eingeschlossene elektromagnetische Strahlung. Einstein war zu dieser Zeit ein kleiner Beamter im Eidgenössischen Patentamt in Bern und hatte kaum Kontakt zu Kollegen an den Hochschulen. Die Quellenlage deutet denn auch darauf hin, dass beide Physiker unabhängig voneinander zur fast gleichen Formel gelangten.“

    In Wahrheit war Hasenöhrl der Sache bereits näher als Einstein, denn diese Formel ist tatsächlich nur auf den Spezialfall des rotierenden elektromagnetischen Feldes des Elementarteilchens beschränkt.
    Einsteins allgemeingültige Formulierung ist nämlich tatsächlich unzulässig.
    Hier sind wir bei einem weiteren Punkt angelangt, ab dem die Physik in die Irre gegangen ist!
    Übrigens: Bei dem elektromagnetischen Wirbelfeld des Elementarteilchens handelt es sich um das, was Louis de Broglie als „Materiewelle“ bezeichnet hat. Für seine Entdeckung der „Materiewelle“ hat Louis de Broglie 1929 den Nobelpreis bekommen.
    Wie gesagt, die allgemeingültige Formulierung Einsteins dieser Formel ist unzulässig.
    Das Ergebnis dieser falschen Allgemeingültigkeit dieser Formel sehen wir heute in der „modernen Physik“, indem jeder und jeglicher Energie eine Masse zugeordnet wird, jede Strahlungserscheinung in LHC Cern wird als Teilchen interpretiert.
    Dass uns ständig ein neues Elementarteilchen – wie Herr Dr. Unzicker formuliert: „von Theoretikern serviert“ wird, kommt von dieser unzulässigen Verallgemeinerung der Einsteinschen bzw. besser: Hasenöhrlschen Formel der „elektromagnetischen Masse“.

  11. Hallo Herr Freyling,

    glauben Sie wirklich allen Ernstes, dass diese die Wirklichkeit leugnenden Gedankenkonstrukte eines Paul Dirac von wegen „vierkomponentiges Dirac-Spinorfeld mit vier Dirac-Matrizen“, dass es sich hierbei um vernünftige Physik handelt?
    Glauben Sie das wirklich?
    Und wieso „abstrakte Dimensionen“? Die drei räumlichen Dimensionen sind doch sehr real und die „Zeit“ ist doch auch eine sehr reale Erscheinung, finden Sie nicht?
    Im Übrigen ist die „Physik“ doch eine sehr reale Wissenschaft bzw. erhebt die „Physik“ den Anspruch, als nicht mehr und nicht weniger die Wirklichkeit abzubilden. Die „Physik“ ist eben kein Tummelplatz von „Abstraktivitäten“.

  12. Hallo Herr Freyling,
    leider komme ich jetzt erst dazu, mich auf Ihrer Internet-Seite umzutun.
    Ihre Arbeit über die Berechnung des Protonenradius ist schon sehr bemerkenswert.
    Wie ich sehe, haben Sie sich schon tiefergehenden Betrachtungen in der Elementarteilchenphysik hingegeben, als es so „normalerweise“ im Physikstudium üblich ist.
    Daran sehe ich, dass Sie jemand sind, der es „wissen“ will, der sich nicht so einfach mit Dingen zufriedengibt, mit denen er konfrontiert wird und einfach nur „nachplappert“, wie das von Physikstudenten im Allgemeinen verlangt wird.
    Das ist wirklich äußerst löblich und dafür ernten Sie von mir meinen vollen Respekt.
    Nur: Ihre Protonenradiusberechnung bekomme ich jetzt nicht überein mit der Diracschen Theorie, die sie hier in diesem Blog zum Besten geben!
    Wie muss ich das jetzt verstehen? Einerseits stellen Sie Berechnungen des Elementarteilchens (hier: des Protons) an, andererseits proklamieren Sie hier die Diracsche Theorie?
    Gibt es einen Zusammenhang zwischen diesen Ihren beiden Ambitionen?
    Taucht in Ihren Betrachtungen zum Proton irgendwo der Name „Dirac“ auf, bzw. kommen in der Diracschen Theorie irgendwo die Größen „Plancksches Wirkungsquantum“, „Compton-Wellenlänge“, „Protonenradius“, „Lichtgeschwindigkeit“, „Protonenmasse“, „relativistische Ruhemasse“ und ähnliche vor?
    Sehr geehrter Herr Freyling, können Sie mir den Zusammenhang zwischen diesen beiden Theorien erklären?

    1. Hallo Herr Büttgen,

      wenn Sie so freundlich wären, bei Bedarf Zweierdiskussionen als private E-Mail zu führen? Der Blog und die Kommentare sind doch für Themen, die Bezug zu meinen Artikeln haben, gedacht. Vielen Dank!

  13. Herr Büttgen,
    ich habe mich nicht positiv zur Quantenmechanik geäußert. In meinen Bemerkungen zum quantenmechanischen Spin beschränke ich mich auf eine kurze Erläuterung aus Sicht der Quantenmechanik.

    Ich befasse mich insbesondere mit der Frage, wie Masse und Raum basisnah miteinander verknüpft sind und im „Zusammenspiel“ zu verständlichen Materiebildungen führen, die sich näherungsfrei und ohne freie Parameter (formal-)analytisch – sowohl mikroskopisch als auch korrespondierend makroskopisch – berechnen lassen. Da ist kein „Raum“ für Wahrscheinlichkeitswellenfunktionen, da ist kein „Platz“ für rein axiomatisch begründete Denkmodelle und Ähnliches, somit existieren keine Zusammenhänge zwischen Diracs Ideen und meinen Ansichten. Um aber Dirac kritisieren zu können, ist es notwendig zu verstehen, was er im Rahmen der QM „gemacht“ hat.

    Wie ich schon bemerkte, wir befinden uns „hier“ auf Herrn Unzickers Blog-Webseite. Das Thema dieses Artikels ist (eigentlich): DIE STRINGTHEORIE: EIN MENÜ OHNE PREISANGABE

    In diesem Sinne möchte ich folgendes zu Herrn Unzickers Artikel-Thema ergänzen:
    Stringtheorien potenzieren aus erkenntnistheoretischer Sicht das „Phänomen der Unanschaulichkeit“. Stringtheorien sind u.a. ein „Sonderfall“ variabler Kopplungskonstanten. Jedoch sind diese „String-Kopplungskonstanten“ keine vorbestimmten, anzupassenden oder universellen Parameter. „String-Kopplungskonstanten“ sind Skalarfelder, die von der Position in Raum und der Zeit abhängen können, deren Werte so dynamisch festgelegt werden. Die eindimensionalen Strings sind zwar offensichtlich anders als die nulldimensionalen Punkte des Standardmodells (SM), aber Stringtheorien sind, trotz der „Mehrdimensionen“ in denen sich die Strings „breit machen“, ergebnisorientiert keineswegs „verschieden“* zu herrschenden Quantenfeldtheorien, wie häufig gedacht und behauptet wird. Auch Stringtheoretiker sind bemüht Quarks & Co theoretisch zu konstruieren. Das gesamte Arsenal an Beliebigkeit in Form nicht direkt messbarer instabiler „Teilchen“, die im Beschleuniger (theorie-)induziert werden, will die Stringtheorie „ungeprüft“ abbilden (formal nachbauen). Die Existenzpostulate der Standardmodellphysik zu nicht direkt nachweisbaren Objekten bleiben auch im Rahmen der Stringtheorien erhalten. Derzeitige Stringtheorie-Modelle sind jedoch so – im wahrsten Sinne des Wortes – gegenstandslos, daß selbst die Protagonisten des realobjektbefreiten Standardmodells keine („wirkliche“) Konkurrenz-Angst vor diesen haben.

    *Der Wechsel von einem mathematischen Fokus auf einen anderen mathematischen Fokus stellt in der Praxis keinen Paradigmenwechsel dar. Hintergrund: In einem allgemein verständlichen Denkmodell ist Mathematik nur Mittel zum Zweck. Nichts weiter als ein plausibilitäts-resultierendes, praktisches Ordnungs- und Formalisierungsinstrument. Physikalische Denkmodelle müssen absolut „begriffstransformierbar“ sein, um eine epistemologische Bedeutung zu erlangen. Soll bedeuten: Eine mathematische Gleichung, die sich nicht außerhalb der Mathematik vermitteln lässt, ohne daß sie ihren exakten Bedeutungsanspruch verliert, ist im Rahmen eines physikalischen Denkmodells stets eine erkenntnistheoretische Nullnummer. Es wäre u.a. die Aufgabe der Philosophie, diese erkenntnistheoretischen Aspekte „klar zu machen“. Das würde aber voraussetzen, daß Philosophen verstehen, was Standardmodelle – und allgemein – rein mathematisch begründete Denkmodelle eigentlich sind. Es fehlt den meisten Philosophen schlicht an formalen Kenntnissen um überhaupt Kritik ernsthaft üben zu können. Aber auch wenn Philosophen die angewandte „Mathematik“ verstehen würden, was sollten sie kritisieren? Phänomenologiebefreite Rechenvorschriften bieten keine „naturphilosophisch erreichbare“ Angriffsfläche, man kann diese als Denkmodell-Grundlage nur kategorisch ablehnen. Es ist zu befürchten, daß die abgekoppelte Neuzeitphilosophie keine Kapazitäten in Form von adäquat (aus-)gebildeten Denkern besitzt, um das – sozusagen – mit jungen Kräften zu realisieren.

  14. Meine Herren Ich verstehe sie beide ehrlich gesagt nicht. Sie behaupten der Spin sei im prinzip nicht verstanden, welches vielleicht im klassischem Sinn sogar stimmt, aber dass es solch eine Eigenschaft geben muss ist unbestreitbar und experimentel vielfach belegt.

    Das Problem besteht nun wirklich darin, dass sich Spin nicht klassich verstehen lässt, aber in der Berechnung wie ein klassischer aber halbzahlig (für Fermionen) quantisiertet Drehimpuls verhält. Dabei nehme ich vorallem auf die drehimpuls algebra Bezug.

    Generel ist dad Konzept des Spins, obowohl nicht komplett „klassisch“ intuitiv sehr erfolgreich. Fermionen besitzen halbzahligen Spin, wechselwirkungs Teilchen Spin 1. Mit dem Higgs Boson haben wir (wie von der Theorie vorhergesagt) auch ein spin 0 Teilchen, welches am Cern auch belegt wurde.

    Viele weiterführende Theorien die dieses quanten Teilchen Theorien als mikroskopische Grundlage haben bauen auf oben genannter Spin Eigenschaft auf und wären ohne sie experimentel valsifiziert worden. Ein Beispiel is die Thermodynamik die sich aus der quantenstatistik vollständig herleiten lässt.

    Auch das Konzept dass Teilchen punktförmig sind ist experimentel ì.e. für elektrone sehr gut belegt. Mithilfe von laserpulsen könnte der eleltronen auf unter 10^-15 m vermessen werden.

    All diese oben genannten Belege zu ignorieren kann ich nur hinnehmen wenn Sie ein sehr ähnliches Konzept vorstellen könnten.

    1. Hallo Herr Frings,

      ihre Ansicht mag etwas verbreitet sein, ich fürchte jedoch, sie ist naiv; insbesondere wenn Sie davon sprechen, das Higgs-Teilchen sei „belegt“.
      Ich empfehle die Lektüre von „The Higgs Fake“. Sie können es auch als pdf von mir bekommen. MfG A. Unzicker

  15. Hallo Herr Dr. Unzicker,

    sehen Sie das Gesagte tatsächlich nur als Zweierdiskussion zwischen Einzelnen?
    Glauben Sie wirklich, dass das Thema „fehlende Preisangabe“ erst mit der Stringtheorie in die Physik gekommen ist?
    Wenn man sich verlaufen hat, nutzt es recht wenig, nur die letzten Meter seines Irrwegs zurückzulaufen, sondern man sollte tatsächlich seinen gesamten Irrweg wieder zurücklaufen, finden Sie nicht?
    Der Irrweg der fehlenden „Preisangabe“ hat – wie Herr Freyling ausführlich und eindrucksvoll beschrieben hat – mit „Dirac“ angefangen.
    Die folgende Denkweise ist doch symptomatisch für die gesamte aktuelle Physik:
    Mangels des Wissens um den richtigen Weg in der Physik hat man zunächst nicht das notwendige Wissen, die Irrwege (Dirac, Schrödinger, später die Stringtheorie) erstens als solchen (als Irrweg) auch tatsächlich zu erkennen und zweitens hat man dann natürlich auch nicht den Mut, diese Irrwege konsequenterweise dann auch zu verwerfen. Nach dem Motto „Wir haben halt nichts Besseres…“ klammert man sich selbst um diese schwachen Strohhalme und nimmt stillschweigend die fehlenden „Preisangaben“ in Kauf, bzw. wird gar nicht gewahr, dass hier ja die „Preisangaben“ fehlen bzw. noch besser: … möchte gar nicht die fehlenden „Preisangaben“ wahrnehmen.
    Das Analogon mit der Landkarte der „Pyrenäen“ in den „Alpen“ (oder auch umgekehrt) stammt doch von Ihnen, sehr geehrter Herr Dr. Unzicker, nicht wahr?

  16. Sehr geehrte Herr Unzicker,

    vielen Dank für ihre Antwort. Ich bin natürlich kein Experte und stehe aktuellen Entwicklungen der Physik sehr kritisch gegenüber. An dieser Stelle kann ich jedoch wirklich nicht einschätzen an welche Stelle es naiv wäre dem Physik Buch (oder Wiki) zu glauben oder ihren Argument.

    Im speziellen dieses Spin-Statistik Theorem scheint sehr erfolgreich zu sein, und dass man die „klassische“ Thermodynamik aus der Quanten-Statistik herleiten kann hätte doch sicherlich auch Einstein sehr gefallen. Ausserdem gibt es noch viele weitere Belege wie z.b. der Laser an sich, Bose-Einstein Kondensate sowie das Stern-Gerlach Experiment, die die Spin-Eigenschaft recht plausibel zu belegen scheinen.

    Prinzipiel kann ich mich jedoch der kritik im speziellen von herrn Freyling nicht ganz anschliessen: Wenn die Mathematik, in der Physik formuliert ist, immer intuitiv und generell verständlich sein sollte, dann hätte wohl auch jeder (zu anfangs) die klassische mechanik von Newton abgelehnt, sobald er nicht anständig differenzieren kann (oder dem die definition des Grenzwertes zu haarig ist).
    Auch die Mathematik der allgemeinen Relativität scheint mir kaum sonderlich intuitiv zu sein. Insofern kann man wohl nur konzeptionelle konsistenz des Formalismusses fordern und zusehen, dass der Formalismus physikalische experimente beschreibt. Dies gilt wohl auch für die Quantenmechanik, welches mir hier recht erfolgreich der Fall zu sein scheint.

    Viele Grüsse,

    C. Frings

  17. Guten Tag Herr Frings,
    es ist nicht die Mathematik die versagt, denn diese ist und bleibt ein Werkzeug. „Man“ kann nicht beispielsweise einen Pinsel dafür verantwortlich machen, daß die mit „ihm“ geschaffene Abbildung, beispielsweise in Form eines abstrakten Bildes, nicht figurativ ist.

    Integral- und Differential[-rechnung] lassen sich als Flächen- und Grenzwert-Bildungen auch qualitativ sinnbildlich „ausserhalb“ der Mathematik verstehen.

    Wenn Euklid (…lebte wahrscheinlich im 3. Jahrhundert v. Chr.) noch nach plausibler Anschauung für mathematische Grundlagen suchte und somit eine interdisziplinäre Verbindung herstellte, die man als richtig oder falsch bewerten konnte, so stellt sich in der modernen Mathematik die Frage nach richtig oder falsch nicht. Euklids Definitionen sind explizit, sie verweisen auf außermathematische Objekte der „reinen Anschauung“ wie Punkte, Linien und Flächen. „Ein Punkt ist, was keine Breite hat. Eine Linie ist breitenlose Länge. Eine Fläche ist, was nur Länge und Breite hat.“ Als David Hilbert (1862 – 1943) im 20. Jahrhundert erneut die Geometrie axiomatisierte, verwendete er ausschließlich implizite Definitionen. Die Objekte der Geometrie hießen zwar weiterhin „Punkte“ und „Geraden“ doch sie waren lediglich Elemente nicht weiter explizierter Mengen. Angeblich soll Hilbert gesagt haben, dass man jederzeit anstelle von Punkten und Geraden auch von Tischen und Stühlen reden könnte, ohne dass die rein logische Beziehung zwischen diesen Objekten gestört wäre.

    Doch inwieweit axiomatisch begründete Abstraktionen an realphysikalische Objekte ankoppeln, steht auf einem ganz anderen Blatt. Mathematik schafft keine neuen Erkenntnisse, auch wenn das Theoretische Physiker im Rahmen der Standardmodelle der Kosmologie und Teilchenphysik gerne glauben.

    Mathematik erfasst letztendlich Mengen und kann nicht zwischen Staubsauger und Staub unterscheiden. Epizykeltheorie und Banach-Tarski-Paradoxon verdeutlichen exemplarisch grundsätzliche Problematiken. Die Epizykeltheorie liefert(e) sehr gute Berechnungsergebnisse und doch leben wir nicht im „Geozentrischen“. Der Formalismus der QM liefert zwar brauchbare Ergebnisse, doch wenn Sie ernsthaft nach konsistenten Materiebildungsdenkmodellen „verlangen“, dann werden Sie sehen wie inkonsistent, widersprüchlich und spekulativ das Standardmodell der Teilchenphysik ist. Derzeit kommen 25 freie Parameter, variable Kopplungskonstanten, mehrere Dutzend postuliert essentielle Theorieobjekte[1], assoziierte Verknüpfungszahlen (Quantenzahlen), diverser Substrukturierungs-Thesen und Confinement-These zur „Anwendung“.

    [1] …“Counting particles by a rule that distinguishes between particles and their corresponding antiparticles, and among the many color states of quarks and gluons, gives a total of 61 elementary particles. If neutrinos are their own antiparticles, then by the same counting conventions the total number of elementary particles would be 58… https://en.wikipedia.org/wiki/Standard_Model

    Im Zusammenhang mit der QM möchte ich auf folgende (wenig bekannte) Zusammenhänge von Vilmos Balogh verweisen: [2]…“Die meisten »master–theories« der Physik sind widerlegt – in aller Regel ohne jegliche Folgen. So genießen die Maxwellschen Gleichungen der Elektrodynamik in der Heaviside-Hertz-Version nach wie vor Kultstatus, obwohl sie weder die Lorentzkraft oder gar die Joulesche Wärme als weltweite Lichtquelle berücksichtigen…“
    …“P. K. Feyerabend verweist darauf, dass sich nach der klassischen Elektrodynamik von Maxwell und Lorentz „ein bewegtes freies Teilchen selbst beschleunigt“! Trotzdem wird an der Theorie festgehalten, der Sachverhalt verdrängt – mit der Selbstverpflichtung, „die Schwierigkeiten zu vergessen, nie über sie zu reden und zu verfahren, als wäre die Theorie fehlerlos. Diese Haltung ist heute weit verbreitet.“ [FEYERABEND, K. P. (1986), S. 77]“….
    …“Der bemerkenswerteste Fall betrifft die Quantenmechanik: Der große Mathematiker, John von Neumann (geb. Neumann János) publizierte 1932 sein opus magnum über die Mathematischen Grundlagen der Quantenmechanik. Das Datum der Publikation dieses Buchs hielt Carl-Friedrich von Weizsäcker für den Beginn der „Machtübernahme“ der Mathematik in der theoretischen Physik. Doch schon vor diesem Datum befielen von Neumann Zweifel an seiner Theorie. Dann im Jahr 1935 wies er nach, dass jede Theorie der Quantenmechanik, die auf dem »Hilbertraum« als Bezugsbasis entwickelt wird, physikalisch inakzeptabel ist [RÉDEI, M. (1996)]. Jeden klaren Kommentar in der Öffentlichkeit darüber vermied er sein Leben lang, obwohl er zusammen mit F. J. Murray in einer Serie von mathematisch höchst innovativen Publikationen zur Algebra (Von-Neumann-Algebren) nachwies, wie eine zutreffende Fassung der Quantenmechanik zu gestalten sei.
    Im wahrlich umfangreichen Bestand an Publikationen zur Quantentheorie findet man zu von Neumanns Dilemma kaum eine substantielle Notiz. Erst 44 Jahre nach seinem Tod im Jahr 1957 kann die Fachöffentlichkeit aus mehreren privaten Äußerungen erfahren, warum von Neumann niemals sein berühmtes Buch von 1932 widerrufen oder zurückgezogen hat. Das Motiv war einfach: Seine »Falsifikation« hätte niemand der Fachkollegen ernst genommen, da z. B. der »Hilbertraum« weltweit längst zum Grundbestand der Quantentheorie gehört. Aber auch gravierende thermodynamische Einwände spielten eine Rolle, mit denen sich außer von Neumann keiner der großen Quantenheroen in ihren Lehrbüchern befasste.“…
    [2]Quelle: Nichtmechanistische Darstellung der physikalischen Disziplinen als mathematische Systemtheorie Vilmos Balogh http://d-nb.info/104384726X/34

    Quantenmechanischer Spin
    Für einen Quantenmechaniker/Quantenfeldtheoretiker war und ist der quantenmechanische Spin, daß, was in Lehrbüchern beschrieben wird, siehe exemplarisch:
    Kapitel 10.2 Diracsche Elektronentheorie 1928 Seite 10006 Zitat …“Denn der neue Drehimpuls hat mit dem, was man sich unter diesem Namen als mechanische Größe vorstellen kann, nichts mehr gemein. Er entsteht aus keiner Bewegung, sondern aus dem Zusammenwirken eines räumlichen Vektors mit den Dirac-Matrizen in dem Raum ihrer vier abstrakten Dimensionen.“…
    Quelle:http://www.iup.uni-bremen.de/~bleck/lecture_notes/KT-15Kap.pdf/Kap-10Elektron_Positron_Leptonen.pdf

    Da bewegt sich nichts real, da dreht sich nichts real, es gibt keine realphysikalisch-phänomenologische Entsprechung. Wie könnte es auch anders sein, da die Theorieobjekte der QM/QFTs nulldimensional sind.

    Ich „befürchte“, daß Ihnen und wahrscheinlich den meisten anderen Lesern zum Verständnis (noch) diverse Grundlagen fehlen. Da kann ich, zumindest im Rahmen dieses Blogs, nicht weiterhelfen.

    Grundsätzliche Inkonsistenzen und u.a. die brachiale Willkür mit der Theoretische Grundlagen-Physik seit 100 Jahren betrieben wird, zeigt Herr Unzicker verständlich, informativ und unterhaltsam in seinen Büchern auf.

    Soweit.

    Dirk Freyling

  18. Sehr geehrter Herr Dr. Unzicker,
    Sie schrieben:
    „Bin Ihrer Meinung. Drehimpuls ist wohl die fundamentale Größe.“
    Glauben Sie, sehr geehrter Herr Dr. Unzicker, – wie Dirac und die Quantenmechaniker – dass es sich bei dem Spindrehimpuls um eine rein mathematische Größe handelt, die mit physikalischer Drehung nichts zu tun hat?
    Glauben Sie, sehr geehrter Herr Dr. Unzicker, tatsächlich an einen Drehimpuls ohne Drehung?
    Über eine klare Stellungnahme Ihrerseits freue ich mich.
    Viele Grüße
    Arthur Büttgen

  19. Ich habe sehr lange überlegt, ob ich mich zu diesem Artikel überhaupt äußern soll.
    Ihre Kritik ist vielleicht berechtigt, aber leider nicht konstruktiv.
    Ich neige nicht dazu, die Bemühungen von Forschern in Grund und Boden zu rammen, bekanntlich führen ja viele Wege nach Rom.

    Die Stringtheorie ist vielleicht unvollständig, aber nicht falsch.
    Die offenen Fragen sind den Fragen zu Ihrer eigenen Arbeit verblüffend ähnlich.
    1. Wie schwingt ein String?
    2. Wodurch schwingt ein String?
    Sobald die Stringtheoretiker diese beiden Fragen einfach beantworten können, entsteht ein Bild von größter Schönheit und alle Spötter werden verstummen.
    Kritik ist wichtig und wertvoll, man sollte jedoch immer an zwei nützliche Regeln denken:
    A. Der andere ist nicht dümmer als ich, er hat nur eine andere Sichtweise
    B. Jede Leistung verdient Respekt.

    Ansonsten müssen wir uns nicht wundern, dass es noch so viel Unvollständiges in der Physik gibt.

    1. Sehr geehrte Frau Wittig:
      – nein, hier führen nicht viele Wege nach Rom (einem Verständnis der fundamentalen Physik), sondern bis jetzt gar keiner…
      – sobald die Stringtheoretiker die Fragen 1+2 beantwortet haben, verstumme ich. Bis dahin spotte ich.
      – Stringtheoretiker sind nicht dumm. Auch das haben sie mit den Klerikern im Mittelalter gemein.
      – Eine Leistung, ja. Aggressive Vermarktung einer Ideologie als Physik verdient keinen.

      Mit freundlichen grüßen

      Alexander Unzicker

      1. Sehr geehrter Herr Dr. Unzicker,
        vielen Dank für Ihre Antwort.
        Dass noch kein Weg erkennbar ist, liegt daran, dass es zu viele davon gibt, die Stringtheoretiker legen lauter komplizierte Umwege zurück, die nicht zielfördernd sind.
        Das führt zu Unverständnis, was eine Vermarktung wohl eher erschweren sollte.
        Wenn es nur noch um Vermarktung geht, stimme ich völlig mit Ihnen überein.
        Dann ist jede weitere Auseinandersetzung mit dieser Theorie überflüssig.
        Ich glaube aber nicht, dass es so ist.
        In der Vergangenheit wurden viele Theorien abgelehnt, die sich später als richtig erwiesen, deshalb sollte Kritik konstruktiv sein.
        Mit konstruktiv meine ich, dass berechtigte Zweifel ausgeräumt werden können, indem die Adressaten reagieren.
        Der Ansatz zu dieser Theorie ist über 30 Jahre alt und war nicht unbedingt falsch.
        Vielleicht sollten die aktuell forschenden Theoretiker einmal innehalten und ein wenig Praxisbezug in ihre Arbeit bringen.
        Schon Descartes hat es treffend formuliert:
        (in etwa) „Nichts ist so gerecht verteilt, wie der Verstand, weil jeder, sei er auch noch so anspruchsvoll, glaubt, genug davon zu besitzen.
        Nun können alle diese Leute nicht irren, vielmehr kann jener der nur langsam auf dem richtigen Weg schreitet, schneller ans Ziel gelangen, als der, der zwar schnell läuft, sich aber immer mehr vom Ziel entfernt.“
        Das meinte ich eigentlich mit „Der andere ist nicht dümmer“.
        Das Problem der Kleriker war auch nicht deren Dummheit sondern deren Trägheit.
        In dieser Hinsicht haben sie (nicht nur) verblüffende Ähnlichkeit mit den Stringtheoretikern.
        Sie beharren auf einmal erworbenen Kenntnissen und verweigern jede Veränderung der Richtung.
        Wachstum erfordert den Mut zur Veränderung, sonst entsteht Stagnation.

        Verstummen sollten Sie deshalb auf gar keinen Fall, weil Ihre Arbeiten zu 99% wirklich konstruktiv sind.
        Und weil Sie zu neuen Ergebnissen ganz bestimmt eine Menge zu sagen hätten.

        Herzliche Grüße
        Angelika Wittig

  20. Hallo Frau Wittig,
    herzlichen Dank für Ihren Beitrag und dass Sie nach langen Überlegungen den Entschluss gefasst haben, Ihren Beitrag zu posten. Dass Sie lange überlegt haben, spricht absolut für Sie und ist ein Zeichen dafür, dass Sie ein gewissenhafter Mensch sind und nicht oberflächlich.
    Endlich mal ein dialogfähiger Beitrag von einem Freigeist, der nicht gebetsmühlenartig Mainstreamphysik „runterbetet“.
    Zunächst einmal vielen Dank dafür, dass Sie meine Kritik als „berechtigt“ einschätzen. Das ist schon mal eine wichtige Voraussetzung, eine wichtige Grundeinsicht. Dass meine Kritik auch konstruktiv ist, davon werde ich Sie sicherlich auch überzeugen können.
    Verstehen Sie mich bitte nicht falsch, ich bin weit davon entfernt, die Bemühungen von Forschern zu diskreditieren oder herabzuwürdigen. Im Gegenteil, die Ideen von Forschern sind notwendige Voraussetzung fürs Forschen überhaupt und absolut willkommen, wenn es darum geht, unbekannte physikalische Erscheinungen zu erklären oder zu beschreiben.
    Nut: Wir – und die Forscher doch auch – sind doch alle an den richtigen Ideen interessiert und unsere Aufgabe ist es, die Spreu von Weizen zu trennen, die richtigen Ideen aus dem Ideenpool herauszufiltern und von den falschen Ideen zu trennen.
    In der Physik gibt es leider so viele falsche Ideen und Theorien, die sollte man schon – wie Sie es audrücken – „in Grund und Boden rammen“.
    Solch eine falsche Theorie ist die Stringtheorie.
    Die Fragen „wie und wodurch schwingt ein String“ sind doch bereits von vornherein obsolete,wenn man erkennt, dass es gar keine Strings gibt.
    Die Physik kennt doch seit langem – genau genommen seit Faraday? – etwas, das viel besser als String ist.
    Preisfrage: Was ist das wohl?
    Mit diesem Rätsel lasse ich Sie, sehr geehrte Frau Wittig und den geschätzten Leser jetzt mal alleine. Bin gespannt, ob Sie darauf kommen.
    Also nochmal die Frage:
    Was hat die Physik in petto, was besser als jedes „String“ ist, was jedoch die Idee des „Schwingens“ auch beinhaltet?

  21. Sehr geehrter Herr Büttgen,
    falls Sie in Ihrem Rätsel die Faraday’schen Kraftlinien meinen, die besser seien als die Strings, so kann ich dies nachvollziehen.
    In meinen eigenen Überlegungen war ich bis jetzt davon überzeugt, dass diese Kraftlinien, wenn man sie auf eine kleinste, messbare Einheit zurückführen will, als Strings bezeichnet werden könnten.
    Also winzigste Schnipsel aus einer Kraftlinie.
    Strings widerlegen somit die Kraftlinien nicht, sondern bestätigen diese.
    Ich selbst komme in meinen Überlegungen ohne Kraftlinien und Strings aus, weil auf einer abstrakteren Ebene die Frequenzen ausreichen.
    Vielleicht bin ich nicht mehr auf dem neuesten Stand der Forschung, aber bis heute ist (noch) nicht klar, wodurch die Kraft eigentlich von der Natur so korrekt dosiert wird.
    Jedes Lebewesen (der Mensch vielleicht ausgenommen) scheint doch genau zu wissen, wie viel Kraft es zur Verfügung hat, wie es diese erhalten kann und wodurch es sie verliert.
    Vielleicht gibt es tatsächlich keine Strings, weil sie das Ergebnis von etwas anderem sind?
    Obsolet sind auf jeden Fall die zahlreichen Dimensionen, die nur beweisen, dass es an Einfachheit mangelt.
    Ich werde noch einmal sorgfältiger darüber nachdenken, weil Ihre Argumentation sehr fundiert und nicht so ohne weiteres von der Hand zu weisen ist.
    Falls Sie die Kraftlinien nicht meinten:
    Ich bin ein großer Anhänger von Michael Faradays Arbeiten und
    muss gestehen, dass diese im Original sehr schwer zu lesen sind.
    Ich befürchte, dass ich (noch) nicht alles richtig verstehe.
    Ihre Ansicht, dass die Spreu vom Weizen getrennt werden muss, teile ich voll und ganz.
    Gerade deshalb beeindrucken mich auch die Arbeiten von Herrn Dr. Unzicker.

    Um nicht wieder diesen Blog Unzicker stören zu müssen, möchte ich Sie um Ihre E-Mail-Adresse bitten.
    Meine lautet: angelikawittig@t-online.de

    Ich danke Ihnen für Ihren Beitrag, der hoffentlich nicht nur mich zum Nachdenken anregt.

  22. Hallo Herr Dr. Unzicker,
    wünschen Sie, dass Frau Wittig und ich unsere Unterhaltung privat fortführen oder erlauben Sie die Fortführung hier in Ihrem Blog?
    M.E. besteht sicherlich ein allgemeines Interesse an den zu klärenden Fragen.
    Viele Grüße
    Arthur Büttgen

    1. Neben dem vermuteten Interesse für die Allgemeinheit sollte ein Bezug zu den Themen des Blogs vorliegen, das wäre wünschenswert.

      MfG A. Unzicker

  23. Hallo Herr Dr. Unzicker,
    danke für Ihre Erlaubnis, das Thema zum Blog ist unmittelbar gegeben: Die falsche Stringtheorie und die Begründung, warum die Stringtheorie falsch ist. Konkret geht es mir darum, nicht nur Frau Wittig, sondern auch die Allgemeinheit, also alle Leser Ihres Blogs davon zu überzeugen, dass es keine Strings gibt, man folglich die gesamte Stringtheorie getrost auf den Müllhaufen der falschen (Physik?-) Theorien werfen kann und nicht (mehr?) darüber nachdenken muss – und sollte.
    Wenn es schon keine Strings gibt, Strings also de facto gar nicht existieren, kann man getrost die gesamte Theorie verwerfen und muss sich keine Gedanken mehr über „Brane“, „Superbrane“ und diesen Blödsinn machen. Auch diese „Mehrdimensionalität“ entlarvt sich dann als nichts weiter als eine sensationsheischende Spinnerei, die nichts mit der Realität und Naturwissenschaft zu tun hat.
    PS: Danke übrigens für Ihren Hinweis auf die kommerzielle Seite dieses Irrsinns. Diese habe ich gar nicht auf meinem persönlichen Bildschirm, dafür bin ich viel zu sehr auf die Sache als solche fokussiert.

    Hallo Frau Wittig,
    die Faraday’schen Kraftlinien meine ich nicht, diese sind nur ein Teil dessen, was ich meine.
    Diese Kraftlinien könnten auch nicht als Strings bezeichnet werden, weil es sich bei den Kraftlinien nur um gedachte Linien handelt, während Strings physisch existierende Linien sein sollen. Strings widerlegen weder die Kraftlinien, und schon gar nicht bestätigen sie (die Strings) diese (die Kraftlinien).
    Aber umgekehrt: Die Kraftlinien oder besser: Der gesuchte Begriff widerleg(t)en die Strings.
    Im Gegensatz zu den Strings ist der gesuchte Begriff nämlich real.
    Ohne „Strings“ können und sollten Sie sogar! auskommen, das Einzeichnen von „Kraftlinien“ ist nicht unbedingt nötig. „Kraftlinien“ dienen nur ebenso wie „Äquipotentiallinien – flächen“ der Darstellung (Visualisierung) des gesuchten Begriffs.
    „Abstraktere Ebenen“ haben in der Physik nichts zu suchen, sie sind höchstens der Esoterik vorbehalten und nur „Frequenzen“ reichen bei Weitem nicht aus.
    Es ist so, dass die Stringtheorie das komplexe Gebilde „Materie“ nur auf das „Schwingen“ reduziert. Dabei spricht die Stringtheorie noch nicht mal von „Frequenzen“!

    „Vielleicht bin ich nicht mehr auf dem neuesten Stand der Forschung, aber bis heute ist (noch) nicht klar, wodurch die Kraft eigentlich von der Natur so korrekt dosiert wird.
    Jedes Lebewesen (der Mensch vielleicht ausgenommen) scheint doch genau zu wissen, wie viel Kraft es zur Verfügung hat, wie es diese erhalten kann und wodurch es sie verliert.“
    Sorry, ich kann beim besten Willen nicht folgen, das verstehe ich nicht.

    „Vielleicht gibt es tatsächlich keine Strings, weil sie das Ergebnis von etwas anderem sind?“
    Wie meinen Sie das bitte? Von was bitte sollen die Strings das Ergebnis sein?

    „Obsolet sind auf jeden Fall die zahlreichen Dimensionen, die nur beweisen, dass es an Einfachheit mangelt.“
    Da haben Sie recht, das kann ich nur unterschreiben!

    „Ich werde noch einmal sorgfältiger darüber nachdenken, weil Ihre Argumentation sehr fundiert und nicht so ohne weiteres von der Hand zu weisen ist.“
    Hier befinden Sie sich auf dem richtigen Weg!

    „Falls Sie die Kraftlinien nicht meinten:
    Ich bin ein großer Anhänger von Michael Faradays Arbeiten und
    muss gestehen, dass diese im Original sehr schwer zu lesen sind.“
    Sie brauchen um Gottes willen nicht die Originalarbeiten von Faraday lesen, um auf den gesuchten Begriff zu kommen. Falls Sie mein Fragezeichen hinter „Faraday“ nicht bemerkt haben: Ich bin mir gar nicht sicher, ob Michael Faraday oder vielleicht bereits Alessandro Volta oder vielleicht erst James Clerk Maxwell den gesuchten Begriff (was viel besser als „String“ ist) geprägt hat?

    „Ich befürchte, dass ich (noch) nicht alles richtig verstehe.“
    Dem kann ich nur zustimmen…aber daran (an Ihrem Verständnis) arbeiten wir ja gerade!

    „Ihre Ansicht, dass die Spreu vom Weizen getrennt werden muss, teile ich voll und ganz.“
    Sehr gut!

    „Gerade deshalb beeindrucken mich auch die Arbeiten von Herrn Dr. Unzicker.“
    Ganz meinerseits.

    „Um nicht wieder diesen Blog Unzicker stören zu müssen,“
    Dank an dieser Stelle an Herrn Dr. Unzicker, dass er für den Bezug zu seinem Blog-Thema „Stringtheorie“ grünes Licht gegeben hat.

    „möchte ich Sie um Ihre E-Mail-Adresse bitten.
    Meine lautet: angelikawittig@t-online.de
    Meine E-Mail-Adresse lautet: Arthur.buettgen@gmail.com

    Ich danke Ihnen für Ihren Beitrag, der hoffentlich nicht nur mich zum Nachdenken anregt.
    Dank zurück und frohes Nachdenken. Wie gesagt, die Frage lautet: Was hat die Physik in petto, was besser als jedes „String“ ist, was jedoch die Idee des „Schwingens“ auch beinhaltet?

    Kleiner Hinweis:
    Mir drängt sich nicht die Frage auf „wie und wodurch schwingt ein String“, sondern eher die Frage: „Woraus besteht ein String?“
    Die Frage: „Woraus besteht … (hier:Materie)?“ ist hier zielführend.
    Woraus soll ein „String“ bestehen, wenn es doch ein real existierendes Objekt sein soll? Darauf haben die Stringtheoretiker keine Antwort.
    Warum haben die Stringtheoretiker darauf keine Antwort?
    Die Stringtheoretiker haben darauf keine Antwort aus dem einfachen Grunde, weil sie das „Material“ aus dem Materie besteht, nicht kennen, bzw. nicht auf ihrem Bildschirm haben, bzw. nicht in ihrer Theorie – der Stringtheorie – integriert haben.

  24. Hallo Herr Dr. Unzicker,
    danke für Ihre Erlaubnis, das Thema zum Blog ist unmittelbar gegeben: Die falsche Stringtheorie und die Begründung, warum die Stringtheorie falsch ist. Konkret geht es mir darum, nicht nur Frau Wittig, sondern auch die Allgemeinheit, also alle Leser Ihres Blogs davon zu überzeugen, dass es keine Strings gibt, man folglich die gesamte Stringtheorie getrost auf den Müllhaufen der falschen (Physik?-) Theorien werfen kann und nicht (mehr) darüber nachdenken muss – und sollte.
    Wenn es schon keine Strings gibt, Strings also de facto gar nicht existieren, kann man getrost die gesamte Theorie verwerfen und muss sich keine Gedanken mehr über „Brane“, „Superbrane“ und diesen Blödsinn machen.
    Auch diese „Mehrdimensionalität“ entlarvt sich dann als nichts weiter als eine sensationsheischende Spinnerei, die nichts mit der Realität und Naturwissenschaft zu tun hat.
    PS: Danke übrigens für Ihren Hinweis auf die kommerzielle Seite dieses Irrsinns. Diese habe ich gar nicht auf meinem persönlichen Bildschirm, dafür bin ich viel zu sehr auf die Sache als solche fokussiert.

    Hallo Frau Wittig,
    die Faraday’schen Kraftlinien meine ich nicht, diese sind nur ein Teil dessen, was ich meine.
    Diese Kraftlinien können auch nicht als „Strings“ bezeichnet werden, weil es sich bei den Kraftlinien nur um gedachte Linien handelt, während „Strings“ physisch existierende Linien sein sollen. „Strings“ widerlegen weder die Kraftlinien, und schon gar nicht bestätigen sie (die „Strings“) diese (die Kraftlinien).
    Aber umgekehrt: Die Kraftlinien oder besser: Der gesuchte Begriff widerleg(t)en die „Strings“.
    Im Gegensatz zu den „Strings“ ist der gesuchte Begriff nämlich real, existiert physisch tatsächlich.
    Ohne „Strings“ können – und sollten Sie sogar! – auskommen, das Einzeichnen von „Kraftlinien“ ist nicht unbedingt nötig, „Kraftlinien“ dienen nur – ebenso wie „Äquipotential-linien- flächen“ der Darstellung (Visualisierung) des gesuchten Begriffs.
    „Abstraktere Ebenen“ haben in der Physik nichts zu suchen, sie sind höchstens der Esoterik vorbehalten und nur „Frequenzen“ reichen bei Weitem nicht aus, um Materie zu beschreiben.
    Es ist so, dass die Stringtheorie das komplexe Gebilde „Materie“ nur auf das „Schwingen“ reduziert. Dabei spricht die Stringtheorie noch nicht mal von „Frequenzen“!

    „Vielleicht bin ich nicht mehr auf dem neuesten Stand der Forschung, aber bis heute ist (noch) nicht klar, wodurch die Kraft eigentlich von der Natur so korrekt dosiert wird.
    Jedes Lebewesen (der Mensch vielleicht ausgenommen) scheint doch genau zu wissen, wie viel Kraft es zur Verfügung hat, wie es diese erhalten kann und wodurch es sie verliert.“

    Sorry, ich kann beim besten Willen nicht folgen, das verstehe ich nicht.

    „Vielleicht gibt es tatsächlich keine Strings, weil sie das Ergebnis von etwas anderem sind?“

    Wie meinen Sie das bitte? Von was bitte sollen die Strings das Ergebnis sein?

    „Obsolet sind auf jeden Fall die zahlreichen Dimensionen, die nur beweisen, dass es an Einfachheit mangelt.“

    Da haben Sie recht, das kann ich nur unterschreiben!

    „Ich werde noch einmal sorgfältiger darüber nachdenken, weil Ihre Argumentation sehr fundiert und nicht so ohne weiteres von der Hand zu weisen ist.“

    Hier befinden Sie sich auf dem richtigen Weg!

    „Falls Sie die Kraftlinien nicht meinten:
    Ich bin ein großer Anhänger von Michael Faradays Arbeiten und
    muss gestehen, dass diese im Original sehr schwer zu lesen sind.“

    Sie brauchen um Gottes willen nicht die Originalarbeiten von Faraday zu lesen, um auf den gesuchten Begriff zu kommen. Falls Sie mein Fragezeichen hinter „Faraday“ nicht bemerkt haben: Ich bin mir gar nicht sicher, ob Michael Faraday oder vielleicht bereits Alessandro Volta oder vielleicht „erst“ – jedenfalls mindestens etwa 100 Jahre vor der „Stringtheorie“ – James Clerk Maxwell den gesuchten Begriff – was viel besser als „String“ ist – geprägt hat?
    (Vielleicht kann hier Herr Dr. Unzicker weiterhelfen?)

    „Ich befürchte, dass ich (noch) nicht alles richtig verstehe.“

    Dem muss ich – leider – zustimmen… aber schließlich arbeiten wir ja gerade an Ihrem Verständnis.:=)

    „Ihre Ansicht, dass die Spreu vom Weizen getrennt werden muss, teile ich voll und ganz.“

    Sehr gut!

    „Gerade deshalb beeindrucken mich auch die Arbeiten von Herrn Dr. Unzicker.“

    Ganz meinerseits.

    „Um nicht wieder diesen Blog Unzicker stören zu müssen, möchte ich Sie um Ihre E-Mail-Adresse bitten.
    Meine lautet: angelikawittig@t-online.de

    Meine E-Mail-Adresse lautet:
    Arthur.Buettgen@gmail.com

    „Ich danke Ihnen für Ihren Beitrag, der hoffentlich nicht nur mich zum Nachdenken anregt.“

    Dank zurück für Ihr Interesse und frohes Nachdenken!
    Wie gesagt, die Frage lautet:
    Was hat die Physik in petto, was besser als jedes „String“ ist, was jedoch die Idee des „Schwingens“ auch beinhaltet?

    Kleiner Hinweis:
    Mir drängt sich nicht die Frage auf, „wie und wodurch schwingt ein „String“, sondern eher die Frage: „Woraus besteht ein „String“?“
    Die Frage: „Woraus besteht … -hier: die Materie?“ ist hier zielführend.
    Woraus soll ein „String“ bestehen, wenn es den Stringtheoretikern zufolge doch ein reales Objekt sein soll?
    Auf diese Frage haben die Stringtheoretiker keine Antwort.
    Warum haben die Stringtheoretiker darauf keine Antwort?
    Die Stringtheoretiker haben darauf keine Antwort aus dem einfachen Grunde, weil sie das „Material“, aus dem „Materie“ besteht, nicht kennen, bzw. nicht in ihrer Theorie – der „Stringtheorie“ – integriert haben.
    Und in dem Falle, dass die Stringtheoretiker das Material tatsächlich kennten, bedarf es keiner „Strings“ mehr, um die Anatomie von Elementarteilchen – also deren inneren Aufbau – zu eruieren.

    1. Sehr geehrter Herr Büttgen,
      ich habe diesen Kommentar erst heute gelesen.
      Der Ordnung halber möchte ich Ihnen antworten.
      Woraus besteht Materie, also auch ein String?
      Sämtliche Materie besteht aus räumlich begrenztem Licht.
      Egal, wie komplex der Aufbau auch ist, zuletzt bleibt nichts als Licht übrig.
      Deshalb hat es nichts mit Esoterik zu tun, wenn man das Verhalten von Elektronen und Licht untersucht.
      Deshalb haben sich die Stringtheoretiker anfangs strings als vibrierende „Lichtfäden“ vorgestellt.
      Sie haben sich mathematisch verirrt, weil sie dem Licht hinterherrechnen und das ist sehr kompliziert und umständlich, weil es keine einheitliche Feldtheorie gibt.
      („Wir versinken in einem Wust kleiner Pfeile, Feynman)
      Eine solche Theorie würde exakt vorhersagen oder meinetwegen berechenbar machen, wohin das Licht sich bewegt, wie lange es an einem bestimmten Platz verweilt und wodurch es diesen Platz wieder verlässt.
      Und zwar so einfach beschreiben, dass es ein Durchschnittsbürger verstehen kann.
      Abschließend möchte ich Sie noch darauf hinweisen, dass ein Krieger auf dem Weg des Wissens 4 Feinde überwinden muss.
      Die beiden ersten möchte ich Ihnen hier beschreiben:
      1. Die Furcht (Diesen Feind haben Sie offensichtlich überwunden)
      2. Die Klarheit, denn „Klarheit macht blind“.
      Warum macht Klarheit blind?
      Weil man vergisst, dass auch andere Menschen etwas können und wissen, weil man seine Erkenntnisse für die einzig richtigen hält und weil das dazu führt, dass es nur noch die eigene Sichtweise gibt.
      So entsteht weder Austausch noch Fortschritt.
      Ich wünsche Ihnen, dass Sie den zweiten Feind überwinden.
      Alles Gute für Ihre weitere Arbeit.
      Angelika Wittig

  25. Ich habe mich nun dazu entschlossen, das „Rätsel“ aufzulösen bzw. die Frage, die die „String“-theorie obsolet macht, zu beantworten:
    Die Frage lautete:
    Welche physikalische Erscheinung, die schon lange – schon etwa hundert Jahre vor der Stringtheorie bereits in der Physik bekannt ist – ist hunderttausend mal besser dazu geeignet, „Materie“ zu beschreiben, als es je ein „String“ tuen könnte?
    Diese physikalische Erscheinung macht jeden „String“ überflüssig, lässt jeden „String“ total vermissen!

    Die Antwort lautet:
    Es ist das „Feld“.

    Ja, „das Feld“ ist der gesuchte Begriff, der die „String“-theorie obsolet macht und als falsch entlarvt!

    Genaugenommen ist es das „elektromagnetische Feld“. Noch genauer genommen ist es das „elektromagnetische Ladungsfeld“, also das „elektromagnetische Feld“ der Elementarladung.

  26. Hallo Herr Dr. Unzicker,
    können Sie vielleicht weiterhelfen und mich und die Leser dieses Blogs darüber aufklären, wer Physik-historisch den „Feld“-Begriff in die Physik eingeführt hat, wie und durch wen dieser Begriff geprägt wurde?
    Für Ihre freundliche Unterstützung schon im Vorfeld herzlichen Dank.

  27. Hallo Herr Büttgen,

    Herr Dr. Unzicker kann Ihnen ganz sicher in gewohnt kompetenter Weise in dieser Frage weiterhelfen, und ich möchte zu einer möglichen Antwort nur ergänzen, dass Jochen Kirchhoff in seinem Buch „Räume, Dimensionen, Weltmodelle“ dieser Frage ein ganzes Kapitel gewidmet hat – „Vom Sinn der Felder – Zur Genesis und Reichweite des Feldbegriffes“ (S.146 im erwähnten Buch). Dort wird erwähnt, dass es Farraday gewesen sein soll, der den Begriff Feld (engl. `field`) zum ersten Mal wissenschaftlich benutzt hat. Ich kann als wissenschaftshistorischer Laie das nicht wirklich beurteilen.

    Grüße von Uli Fischer

  28. Sehr geehrter Herr Büttgen,
    daher weht also der Wind.
    Dann wünsche ich Ihnen viel Erfolg bei der Aufstellung einer einheitlichen Feldtheorie ohne Strings oder Kraftlinien, ohne Quantenmechanik und letztendlich ohne Dynamik.
    Faraday und Maxwell würden sich im Grabe umdrehen.
    Ebenso sollte Dr. Unzicker sich die Haare raufen, weil dann „Einsteins verlorener Schlüssel“ lediglich ein weggeworfener wäre.
    Dennoch wünsche ich Ihnen viel Erfolg, vielleicht bin ich einfach zu dumm, um Ihre Logik nachzuvollziehen.
    Ich bleibe dabei: Das Feld ist nur die Hälfte der Theorie, die statische, um genau zu sein.
    Die zweite Hälfte ist für die Strukturbildung zwischen den Feldern erforderlich.

  29. Herzlichen Glückwunsch, Frau Wittig zu Ihrer Erkenntnis, Sie haben es begriffen! Richtig, Die einheitliche Feldtheorie: Es gibt nichts anderes, von wo der Wind herwehen könnte!
    Die Aufstellung der einheitlichen Feldtheorie? Ist bereits geschehen!
    Kleiner Hinweis: Sie können mich leicht nach“googeln“!

  30. Hallo Herr Fischer,
    vielen Dank für Ihren aufklärenden Beitrag.
    Dann lag ich also richtig in der Annahme, dass es Faraday war, der den Begriff des „Feldes“ und zwar des „elektromagnetischen Feldes“ in die Physik gebracht hat.
    Meines Wissens war es bereits Newton im 17. Jahrhundert, der den „Feld“-Begriff geprägt hat. Nur, Newton hatte lediglich Das Gravitationsfeld im Sinn, Mit Elektromagnetismus hatte Newton noch nichts „am Hut“ gehabt, der kam erst 250 Jahre später.
    Heute wissen wir – oder besser: … sollten wir wissen! – dass das Gravitationsfeld auch elektromagnetisch ist, bzw. elektromagnetische Natur ist.

    Alles, was wir sehen, ist elektromagnetisch bzw. elektromagnetische Natur.

    Das ganze Universum ist elektromagnetisch bzw. elektromagnetische Natur. Das sollte sich die Menschheit, insbesondere die Physiker, oder die solche sein wollen, ganz dick hinter die Ohren schreiben.

  31. In unserem elektromagnetischen Universum – und wir haben wirklich nur das Eine! – haben „Papp“-Kameraden, wie die „Strings“ keinen Platz.
    Ebenso die nichtelektromagnetischen Schrödingerschen „Elektronen“ und die ebenfalls nichtelektromagnetischen „Elementarteilchen“ eines Paul Dirac haben in der Physik nichts zu suchen.
    Es handelt sich höchstens um nette, gut gemeinte Versuche, die Welt zu erklären.
    Aber „gut gemeint“ ist bekanntlich das Gegenteil von“gut“.

  32. Ehrlich gesagt, ich bin es ziemlich leid, ständig über falsche Theorien in der Physik zu reden – oder vielmehr: …zu schreiben – über Theorien, die nicht funktionieren.
    Viel lieber möchte ich mich damit befassen, was in der Physik wirklich läuft!
    Anstatt immer nur darüber nachzudenken, was in der Physik nicht funktioniert, sollten wir endlich damit beginnen, uns mit der richtigen Theorie auseinanderzusetzen, uns mit wirklicher Physik zu befassen, finden Sie nicht?
    Damit endlich mal was voran geht, sonst treten wir in nochmal 100 Jahren immer noch auf der Stelle!

  33. Hallo Herr Unzicker,
    ich habe mich mit „greifbareren“ Themen, der Expansion und Dunklen Energie beschäftigt. Es wird ja nach dem Urknall eine abnehmende Expansion (durch zunehmende Gravitation) und nach ca.6-8 Milliarden Jahren dann eine beschleunigte Expansion angenommen, was zu einer gespiegelten S-Kurve im R/t-Diagramm führt.
    Wenn dieser Verlauf zutreffen sollte, dann müßte man doch mit Entfernungs-Messungen an Supernovae Ia aus den verschiedenen Zeit- / Entfernungs-Bereichen des Universums und den Vergleich mit ihren Rotverschiebungen, den besagten Kurvenverlauf verifizieren können. Wie steht es mit dieser Pflichtaufgabe ? Ich habe noch nie etwas davon gehört.

    freundliche Grüße
    Bernhard Dujka

  34. Hallo Herr Unzicker,
    zu meinem letzten Kommentar habe ich noch einen Nach-trag zu dem ich auf folgender guten web-site Anregungen fand.
    http://hauptplatz.unipohl.de/Wissenschaft/PhysikFehler.htm

    Die Erklärung der beschleunigten Expansion bzw. Dunklen Energie im Universum (egal ob nach Dopplereffekt oder Raumausdehnung) enthält einen gravierenden logischen Fehler.
    Die uns erreichenden Signale weiter entfernter Objekte sind älter als die von näheren Objekten. Die Früheren, also die älteren Objekte würden sich nach dieser Erklärung schneller von uns entfernen als die zeitlich näher befindlichen. Das ist aber ein kompletter Widerspruch zur Begründung für die beschleunigte Expansion durch die zeitlich später einsetzende Dunkle Energie.
    Je früher, desto schneller und je später, desto langsamer bedeutet, die Expansion wäre jetzt nicht beschleunigt, sondern verzögert !
    Dazu kommt, dass wir nicht wissen können, wie sich die weiter entfernten Objekte heute bewegen, bzw. wie sich die näheren Objekte früher bewegt haben. Es könnten somit keine Aussagen über die generelle zeitliche Entwicklung der Expansion im Universum getroffen werden, sondern nur für „frühe“ Zeitpunkte in großen Entfernungen, „mittlere“ Zeitpunkte in „mittleren“ Entfernungen und späte Zeitpunkte in „kürzeren“ Entfernungen.
    Das passt ganz gut zu den Lücken und Widersprüchen auf denen das ganze steht.

    schönen Gruß Bernd Dujka

  35. Originalton Heisenberg:
    „Eine Theorie, die aus einer einfachen Grundgleichung für die Materie die Massen und die Eigenschaften der Elementarteilchen richtig wiedergibt, ist auch gleichzeitig eine einheitliche Feldtheorie.“

    Bei dieser „einfachen Grundgleichung“ handelt es sich um die Helmholtz-Gleichung!

    Nochmal Heisenberg: „Ich glaube, es besteht jetzt Einigkeit bei den meisten Physikern darüber, dass man die Physik der Elementarteilchen erst dann verstanden haben wird, wenn man eine solche Einheitliche Theorie ausgearbeitet hat.“

    Sehr gut, Herr Heisenberg!
    Warum haben Sie nicht einfach die inhomogene Helmholtz-Gleichung gelöst, wie ich das in meinem Skript getan habe?

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